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Ministerpräsident zu Gast bei der reha gmbh
und reha integrations gmbh

Tobias Hans wird der Weg vom MarketingCenter bis zum CAP-Markt aufgezeigt

Pressemitteilung vom 13. November 2018

Saarbrücken. Ein Betrieb zum Anfassen und ein spannender Blick hinter die Kulissen. Am 9. November 2018 besuchte Tobias Hans das MarketingCenter der reha gmbh auf den Saarbrücker Saarterrassen. In der Folge schaute sich der saarländische Ministerpräsident auch den CAP-Markt der reha integrations gmbh in Malstatt an. Der Landeschef folgte damit einer Einladung der beiden reha-Geschäftsführer Thomas Vogelgesang und Rüdiger Clemens im Rahmen der „Informationswochen der Inklusionsunternehmen“. Bei dieser deutschlandweit vom 5. bis 16. November 2018 stattfindenden Aktion der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen e. V. wird die Zusammenarbeit mit der Politik gestärkt und gleichzeitig für eine gemeinsame Beschäftigung von Menschen mit und ohne Behinderung geworben. „So sollen in den Informationswochen besonders die Arbeitsweise und das Potential von Inklusionsunternehmen nähergebracht und herausgestellt werden. Denn Ziel der Bundesarbeitsgemeinschaft ist es, Menschen mit Benachteiligungen einen uneingeschränkten Zugang zu einem inklusiven Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, weiß Thomas Vogelgesang. Tobias Hans wurde bei seiner Stippvisite bei der reha gmbh die Möglichkeiten und Wege von der Werkstatt bis zum integrativen CAP-Lebensmittelmarkt aufgezeigt, in dem Menschen mit Behinderung mit Fachkräften aus dem Einzelhandel Hand in Hand zusammenarbeiten.

Vor dem Programm stand aber zuerst die Begrüßung durch die Geschäftsführer sowie Gaby Schäfer, die Vorsitzende des passgenau e.v. . Der Verein ist neben der Stiftung Parität einer der beiden Gesellschafter der reha gmbh. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, hier zu sein. Ich war schon am reha-Standort in Neunkirchen. Und da ist mir noch sehr gut in Erinnerung: Vom Webstuhl bis zu hochinnovativen Produkten – die reha gmbh schafft es durch eine breite Palette an Angeboten, die Arbeit von Menschen mit Behinderung so darzustellen, dass Wertschätzung entsteht“, erklärte Hans gleich zu Beginn. Bei einem Rundgang lernte der Ministerpräsident dann unter der fachkundigen Leitung von Michael Lessel einige Bereiche der Betriebsstätte kennen, so dass er einen Einblick in die verschiedensten Tätigkeitsfelder der reha gmbh erhielt. In der ersten Arbeitsgruppe waren die reha-Mitarbeiter gerade mit einem Auftrag beschäftigt, bei dem 331.000 Mappen in verschiedenen Sprachen konfektioniert werden müssen. Eine Abteilung weiter wurden Festbock-Stubbi-Flaschen in Handarbeit in Achter-Boxen bestückt. „Unsere Mitarbeiter freuten sich sehr über den Besuch des Ministerpräsidenten und im Gespräch erklärten sie ihm ihre Aufgaben. Das machte sie natürlich schon auch stolz“, stellte Rüdiger Clemens fest. Von einer Mitarbeiterin wurde Tobias Hans sogar mit einem lauten „Grüß Gott, Herr Ministerpräsident“ extra herbeigerufen. Im weiteren Verlauf wurden einige der hochtechnologischen Maschinen wie beispielsweise die Transaktionsdrucker für Visacard-Abrechnungen genau unter die Lupe genommen. Bei der Führung wurde zudem die Kuvertierstraße gezeigt und mit dem „Letter Express“ machte man auch einen Abstecher zum Post Abhol- und Bring-Service der reha gmbh.

Nach dem Rundgang gab es einen Standortwechsel und der Weg führte zum CAP-Markt Saarbrücken. Marktleiter Heribert Brendel begrüßte die Besucher und stellte das Konzept dieses besonderen Lebensmittelmarkts vor. Kundenorientierung steht hier im Mittelpunkt: Der CAP-Markt ist kein anonymer Massen-Markt, sondern ein freundlicher Treffpunkt im Herzen Malstatts. Hier arbeitet ein Team von 17 Mitarbeitern, wovon acht ein Handicap haben und vormals in der Werkstatt der reha gmbh eingesetzt waren. Und sie ist dieser Arbeitsplatz ein echtes Sprungbrett auf den ersten Arbeitsmarkt. Neben der Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen gehört zur CAP-Philosophie immer auch, die Lücken der Lebensmittelversorgung zu schließen, die durch das Abwandern der Grundversorger aus den Ortskernen entstanden sind. „Wenn unsere Mitarbeiter mit Behinderung die Regale einräumen, dann dauert das schon etwas länger wie in einem normalen Supermarkt, wo aus Kostengründen immer alles schnell gehen muss. Doch wir geben ihnen die Zeit, denn sie können das – und das ist das Entscheidende!“, machte Heribert Brendel dem Ministerpräsidenten deutlich. Im Schnitt arbeiten in den CAP-Märkten mehr Menschen als in anderen Supermärkten, was sich in einer intensiven Kundenbetreuung niederschlägt. Überbreite Gänge ermöglichen zudem ein komfortables Einkaufen. Dem Kunden wird an jeder Ecke beratend geholfen. Neben dem Markt in Saarbrücken betreibt die reha integrations gmbh noch einen in Sulzbach. „Ich bin wirklich begeistert, wie die reha gmbh es schafft, Menschen mit Handicap im Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Unternehmen zeigt in seinen Werkstätten, dass man hochwertige Produkte fertigen kann und sich somit im Wettbewerb behaupten lässt. Vor allem trägt auch ein solcher Übergang in eine inklusive Arbeitsstätte wie den CAP-Markt dazu bei, dass Menschen mit Behinderung eine höhere Anerkennung bekommen. Das finde ich sehr schön. Und deswegen leistet die reha gmbh hier einen sehr großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, erklärte Hans abschließend.